Wenn das Geld kaum reicht – Leben in prekären Verhältnissen

Wenn das Geld kaum reicht – Leben in prekären Verhältnissen

Eine Sendung von Judith Grümmer und Andreas Stopp

Die Sendung zum Nachhören:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/11/08/dlf_20131108_1010_cd6a565d.mp3

Die Armut nimmt in Deutschland zu, obwohl die Wirtschaft boomt und die Arbeitslosenzahlen sinken. Immer mehr Menschen leben in prekären Verhältnissen, oft mit befristeten Arbeitsverhältnissen und unterbezahlt. Kommt dann noch ein Schicksalsschlag oder eine Krankheit hinzu, wird die Existenz schnell perspektivlos. Betroffen sind Alleinerziehende mit ihren Kindern, junge Erwachsene genauso wie alte Menschen.

Wer schon als Kind arm aufwächst, wird womöglich sein Leben lang sozial benachteiligt bleiben – warnen die Armutsforscher: Armut bedeutet schlechtere Bildungschancen, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Perspektivlosigkeit und geringeres Selbstwertgefühl. Hinzu kommt, dass viele Kinder für ihre Eltern haften, selbst dann, wenn sie selbst arm sind. So beginnt die Überschuldung schon in ganz jungen Jahren: Beispielsweise wenn das Elternhaus immer noch nicht abbezahlt ist oder wenn die karge Rente der Großeltern von selbst mittellosen Kindern und Enkeln aufgestockt werden muss. Prekäre Lebensverhältnisse, oft schamhaft verschwiegen, gehören längst auch in der sogenannten Mittelschicht zum Alltag. 

In der Lebenszeit fragen wir, wie der Alltag in prekären Lebensverhältnissen wirklich aussieht. Und warum es so schwer ist, wieder einen Weg in die Mitte der Gesellschaft zurück zu finden. Versagen gesellschaftliche Mechanismen wie Transferleistungen und Betreuungsangebote? 

Was bedeutet es für junge Menschen, wenn sie zwar von einer besseren Zukunft träumen, tatsächlich aber ihr Leben wenig aussichtsreich bleibt? Wenn sie nur unsichere Jobs finden oder sich selbst mit guter Ausbildung von einem hochqualifizierten, aber schlecht bezahlten Praktikum ins nächste hangeln. Wie geht es den jungen Menschen, die keine Altersabsicherungen und Gesundheitsvorsorgen zahlen können und sich vielleicht auch nicht trauen, über Familienplanung nachzudenken?

• Prof. Christoph Butterwegge , Politologe und Armutsforscher an der Universität Köln
• Susanne Wolf, Schuldnerberatung Herne e.V.
• Linda, Studentin

Deutschlandfunk vom 08.11.2013 – Lebenszeit: „Wenn das Geld kaum reicht“ – Leben in prekären Verhältnissen:

http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/lebenszeit/2312068/

Die Sendung zum Nachhören:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/11/08/dlf_20131108_1010_cd6a565d.mp3

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